Wer war das gleich nochmal?

Können Sie sich noch erinnern an die Tochter der Großtante Ihrer Frau, die sie vorletztes Jahr auf der Hochzeit von deren Cousine kennengelernt haben? Vermutlich nicht. Und wer erinnert sich noch an eine Firma, über die er vor knapp einem Jahr ausnahmsweise einmal in der Fachpresse gelesen hat? Vermutlich auch keiner. Ein Plädoyer für Kontinuität in der Pressearbeit.

„Kontinuität in der Pressearbeit steigert den Erfolg“

Zum Presseerfolg tragen viele Faktoren bei. Kontinuität ist dabei einer, der oft übersehen wird. Regelmäßig mit Pressearbeit aktiv zu sein, wirkt sich gleich mehrfach aus: Beim Fachredakteur ebenso wie beim Leser, also dem potentiellen Anwender. Bei der Entscheidung, ob ein Redakteur einen Text veröffentlicht, spielt nicht nur das Thema, sondern auch die „Prominenz“ des Unternehmens eine entscheidende Rolle. Texte unbekannter Firmen haben es oft schwerer veröffentlicht zu werden als solche von bekannten Unternehmen. Dabei ist „bekannt“ jedoch relativ. Bekannt kann eine Firma eben schon dadurch sein, dass der Redakteur in regelmäßigen Abständen Texte von ihr erhält und die Firma damit bei ihm in Erinnerung bleibt. Selbstverständlich sollten die zugesandten Texte ins Umfeld des Redakteurs passen und die Themen interessant sein. Zwar kann man auch mit der Zusendung unpassender Texte eine gewisse Bekanntheit beim Redakteur schaffen, aber eben keine, die dem eigenen Presseerfolg zuträglich ist.

Ein weiteres Argument für regelmäßige Pressearbeit ist die Wirkung auf den Anwender. Taucht ein Unternehmen nur ab und an in der Fachpresse auf, entsteht leicht das Bild einer „kleinen Klitsche“, während regelmäßige Textveröffentlichungen einen positiven Beitrag zum Firmenimage leisten. Sie vermitteln den Eindruck von Zuverlässigkeit: Mit diesem Unternehmen kann man auch in vielen Jahren noch planen.

Wer also geeignete Themen für Pressearbeit hat, aber nur dann berichtet, wenn er ausnahmsweise mal wieder zum Schreiben kommt, verspielt große Chancen. Ein entsprechender Plan am Jahresanfang kann schon eine große Hilfe sein. Wer realistisch einschätzen kann, dass dann im Alltagsstress die Zeit fürs Schreiben fehlt, sollte gleich auch darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist sich die Unterstützung von Presseprofis zu holen. Ein solches Outsourcing kann dann ebenfalls einen Beitrag zum Presseerfolg leisten.

Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

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