Provokativ formuliert

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Verabschieden Sie sich von langweiligen Hochglanzversprechen …

Keiner mag Probleme. Dennoch: Fachartikel beschreiben oft Problemlösungen, denn warum sonst werden neue Produkte entwickelt und alternative Lösungen geschaffen? Meist sind die Autoren aber so sehr von ihrem Produkt begeistert, dass sie die Sichtweise des Anwenders vergessen. Die Crux: Der Anwender liest lieber einen Text der zeigt, dass er und sein Problem verstanden werden als einen, der Hochglanzversprechen a là Marketingbroschüre macht.

Um wen geht es eigentlich?

Den Fokus eines Textes also auf ein bestimmtes Problem zu legen, fällt vielen Unternehmen schwer. „Da entsteht so eine negative Stimmung. Unser Produkt soll doch positiv wahrgenommen werden“, hören wir dann. Tatsächlich, was der Eine als geniales Produkt verkauft, ist für den Anderen eher Problem, notwendiges Übel oder maximal Mittel zum Zweck. Gelingt es einem Autor über seinen Schatten zu springen und sich so in seinen Leser hineinzuversetzen, dass er aus dessen Sicht formulieren kann, stehen seine Chancen gut, dass sein Text gelesen und er vom Anwender ernst genommen wird. Hat man dann auch noch den Mut, diese Problematik provokativ und knapp z.B. in einer Überschrift zu formulieren, erhöht man diese Chancen zusätzlich. Denn unter uns: Wie lange brauchen Sie beim Entscheiden, ob sie einen Text lesen oder nicht? Das sind Sekundenbruchteile. Bei welchen Texten bleiben wir hängen? Bei denen mit ansprechenden Aufmacherbildern, solchen, die provozieren oder bei denen, wo wir auf einen Blick sehen: Hey, das ist genau mein Thema.

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Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

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