Prominenz durch Präsenz

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Kontinuität in der Pressearbeit ist das A und O (Bild: pinkpueblo – Fotolia)

Wie machen kleine oder unbekannte Unternehmen ihre Produkte bekannt? Eine Frage, die uns und unsere (Neu)Kunden immer wieder beschäftigt.

Wer ein gutes Produkt entwickelt hat und/oder vertreibt, möchte natürlich, dass der potentielle Anwender von dessen Existenz erfährt. Gerade bei kleineren Unternehmen ist aber das Budget für Marketingaktivitäten begrenzt. Die Frage, die sich immer wieder stellt, ist: Wie kann ich mit wenig Geld mein Produkt oder meine Lösung bekannt machen?

Kontinuität ist das A und O

Pressearbeit scheint gerade für kleinere Unternehmen hier eine gute Lösung zu sein, weil sie verhältnismäßig wenig kostet und zugleich den Anwender neutraler informiert als beispielsweise eine Anzeigen- oder eine Mailing-Aktion. Und tatsächlich kann unter Umständen schon eine Presseveröffentlichung viel bringen, wenn sie anschließend zu einem guten Auftrag führt. In der Praxis investieren kleine Unternehmen aber oft nur einmal im Jahr oder gar alle paar Jahre in eine Pressemeldung und sind dann enttäuscht, dass diese selten veröffentlicht wird und wenig erfolgreich scheint.

Wo die Werbung von Penetrierung spricht, reden wir von Kontinuität.
Unsere Erfahrung zeigt: Mit einer Meldung alleine ist es oft nicht getan. Wo die Werbung von Penetrierung spricht, reden wir lieber von Kontinuität. Das Resultat ist aber im Grunde das gleiche: Bekanntheit wird geschaffen. Bei Presseaktivitäten muss das sogar auf zwei Ebenen geschehen, zuerst beim Redakteur und dann beim Leser. Nicht jeder Redakteur mag es zugeben, aber erhält er regelmäßig Pressemeldungen eines Unternehmens, prägt sich die Firma eher bei ihm ein. Das führt zu einem Wiedererkennungseffekt und dieser erhöht die Veröffentlichungschancen (sofern ihn die vorangegangenen Texte nicht abgeschreckt haben). Letzten Endes gelingt es so über Kontinuität unterbewusst, Wichtigkeit zu vermitteln.

Bekanntheit übertrifft sogar Inhalte

Wir beobachten das seit Jahren und haben es gerade wieder bei einem Neukunden miterlebt: Er hatte zwei Themen, über die wir für ihn Fachartikel schreiben und der Fachpresse umfeldexklusiv anbieten sollten. Zwei Themen standen zur Wahl: Wir empfahlen, mit dem zu starten, das uns spannender erschien. Dann passierte etwas Interessantes: Als wir zwei Monate nach dem ersten der Fachpresse den zweiten (vermeintlich weniger interessanten) Text anboten, kam dieser viel besser an als der erste. Sicher können wir mit der Einschätzung auch einmal daneben liegen, aber wir vermuten vielmehr, dass hier der zuvor beschriebene Effekt auftrat. Der zweite Text profitierte bereits von der „Penetrierung“.

Ohne Anzeigen geht es langfristig nicht

Man kann bei Redaktionen auch zu fragwürdiger Bekanntheit gelangen: „Das sind doch die, die nie Anzeigen schalten.“
Eine Randbemerkung muss ich mir an dieser Stelle aber noch erlauben. Pressearbeit ist zwar günstiger als das Schalten von Anzeigen. Langfristig sollten Unternehmen aber auch diese in ihrem Budget einplanen. Denn man kann bei Redaktionen auch zu fragwürdiger Bekanntheit gelangen, wenn man das Image erhält: Das sind doch die, die nie Anzeigen schalten. Kaum eine Fachzeitschrift der Automatisierungsbranche finanziert sich hierzulande über das Abonnement, sondern vielmehr über Anzeigen. Deshalb ist aus unserer Sicht mit Pressearbeit nur der erfolgreich, der kontinuierlich gute Pressetexte liefert und zugleich nicht davor zurückscheut, die eine oder andere Anzeige zu schalten. Alle paar Jahre einen Pressetext zu schreiben oder kontinuierlich Pressearbeit zu betreiben, ohne Anzeigen zu schalten, beides führt nach unserer Erfahrung nicht zum gewünschten Erfolg.

Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

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