PR, das ist „so einfach“

Determined young boy trying to lift a heavy weight bar

Ziel erfolgreicher Pressearbeit ist es, die eigenen Themen mit Hilfe der Fachpresse möglichen Anwendern bekannt zu machen. Wer dabei den Redakteur einer Fachzeitschrift als „störende Hürde“ empfindet, der die eigenen spannenden Artikel zu oft ausfiltert, hat vieles noch nicht verstanden. Im Blog des Kollegen Fabian Gerstenberg habe ich ein lesenswertes Interview mit einem Chefredakteur gefunden.

„Vorher überlegen, welche Medien zu den Inhalten passen.“
Der Redakteur ist nicht „Störenfried“, der die Arbeit eines PR-Mitarbeiters sabotiert, sondern er ist es, der Beiträge aufwertet. Wie? Durch Veröffentlichung. Ein noch so gut geschriebener Text ist wertlos, wenn ihn der potentielle Anwender nicht zu lesen bekommt. Ihre Aufgabe als PR-Mitarbeiter ist es also, den Redakteur davon zu überzeugen, Ihren Beitrag zu veröffentlichen und ­das mit sachlichen Mitteln. Individualität und Exklusivität spielen dabei eine wichtige Rolle.

Gefragt, was Kommunikatoren von Unternehmen und PR-Agenturen besser machen können, um Redakteure für ihre Inhalte zu begeistern, antwortet Dr. Jochen Kalka, Chefredakteur der W&V in einem Interview: „Das ist so einfach: PR-Agenturen sollten sich vorher überlegen, welche Medien zu den Inhalten passen.“

So einfach? Vom sachlichen Verständnis her ja. Keiner will mit Informationen zugemüllt werden, die nicht für ihn relevant sind. (Im selben Interview spricht Kalka von 500 bis 1.000 E-Mails, die täglich in seinem Posteingang eingehen, 10.000 in der gesamten Redaktion, bei maximal 30, die sich davon wirklich nutzen lassen). Also die richtigen Infos müssen zum richtigen Redakteur. In der Umsetzung ist das aber keinesfalls einfach. Wer den eigenen Presseverteiler gewissenhaft pflegt, weiß, wie viel Aufwand schon damit verbunden ist. Für jeden Artikel zu prüfen, welche Redaktionen und welcher Ansprechpartner aus dem Verteiler zum aktuellen Text wirklich genau passen, erfordert Know-how, Erfahrung, Feingefühl und ist richtig viel Arbeit.

Exklusivität

Weiter sagt Kalka, PR-Mitarbeiter sollten ihre Botschaften exklusiv den wirklich für sie relevanten Medien zukommen lassen. Aus Sicht des Redakteurs ist auch das klar: Um seine Leserschaft zu binden, will er relevante Themen natürlich exklusiv veröffentlichen. Das ist einfach? Gut gemachte Fachartikel samt ansprechendem Bildmaterial bereiten PR-Mitarbeitern jede Menge Arbeit. All das für nur eine Zeitschrift? Ebenfalls nachvollziehbar, wenn PR-Mitarbeiter hier das unbeschwerte „ist so einfach“ nicht ganz teilen können.

Und es kann doch „so einfach“ sein

Bei uns wird jeder Verteiler auf den Text abgestimmt.
Was für Marketing- oder PR-Abteilungen immensen Aufwand bringt, kann einfach werden, wenn man diese Aufgaben dem externen Experten überlässt. Das Redaktionsbüro Stutensee sieht sich seit jeher als „Brücke zur Presse“, unterstützt nicht nur beim Texten, sondern auch dabei, dass die Texte über den Redakteur ihren Weg zum Leser finden. Die Veröffentlichungen von über 20 Jahren sind in einer Datenbank abgespeichert und machen nachvollziehbar, welche Themen für welche Redaktionen wirklich relevant sind. Neben den Tools entwickelt ein Spezialist, dessen Kerngeschäft individuelle Verteiler sind, natürlich ein „Bauchgefühl“ dafür, welches Thema wo passt. Bei uns bedeutet das: Jeder Verteiler wird individuell auf den jeweiligen Text abgestimmt.

Aber Individualität ist mehr als das. Weiterer Eckpunkt erfolgreicher Pressearbeit ist auch das persönliche Anschreiben. Triviale Dinge wie ein sinnvoller Betreff gehören hierzu ebenso wie ein E-Mail-Text, der im besten Fall informativ und unterhaltsam zugleich in wenigen Sätzen rüber bringt, warum der angebotene Text genau für den angesprochenen Redakteur passt.

Exklusivität kein Dilemma

Und auch Exklusivität ist aus unserer Sicht nur vordergründig ein Dilemma. Der Fachzeitschriftenmarkt ist in Deutschland breit gefächert. Wenn ein Redakteur davon spricht, einen Text „exklusiv“ zu veröffentlichen, meint er damit meist, derselbe Text solle nicht bei seiner direkten Konkurrenz erscheinen. Oft ist der Beitrag aber für viele Zeitschriften geeignet, die nicht direkt miteinander konkurrieren. Für Sie als PR-Mitarbeiter heißt es, sie erreichen eine breitere Zielgruppe, wenn sie sich mit Redakteuren solcher Zeitschriften auf Mehrfachveröffentlichungen verständigen können.

Mit unseren Multi-X-Texten praktizieren wir genau das seit vielen Jahren erfolgreich. Selbstverständlich erfordert das einen nicht unerheblichen Aufwand und zuverlässige Verwaltungsstrukturen, damit zugesagte Exklusivitätsversprechen auch eingehalten werden. Mit den nötigen Tools lässt sich aber hier ein aufwändig erarbeiteter Fachartikel mehrfach veröffentlichen und sich so das Kosten-Nutzen-Verhältnis optimieren. So einfach ist es also.

Bild: © Brocreative – Fotolia

Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. Verena sagt:

    Vielen Dank für den interessanten Artikel!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.