Noras Welt:
Ich sehe was, was du nicht siehst

Vor kurzem habe ich hier über den Leerzeichen-Bastelbogen geschrieben. Funktioniert nicht wirklich, das weiß ich. Aber heute habe ich was, das funktioniert und manchmal richtig nützlich ist: Unsichtbare Leerzeichen. Mit ihnen lassen sich Hashtags für Twitter und Instagram „deklinieren“.

Mir ging es wie vermutlich Ihnen eben, als mein Kollege mir erstmals davon erzählte. Wofür sollten unsichtbare Leerzeichen gut sein? An einem Beispiel wird aber schnell vieles klar. Nehmen wir Twitter. 140 Zeichen sind nicht viel. Kompakte Texte zu formulieren, die neugierig machen, die nötigen Hashtags und Links beinhalten und dann auch noch verständlich zu lesen sind, ist nicht immer einfach.

Richtig Deklinieren dank unsichtbarer Leerzeichen

Bei unseren Fachpressetagen haben wir eifrig getwittert, dass auch die Außenwelt erfahren konnte, was wir da so gemacht haben. Natürlich wollten wir dabei den Hashtag #Fachpressetage belegen. Was aber, wenn ich von den Fachpressetagen nicht im Nominativ schreiben will, dann wird aus Fachpressetage schnell Fachpressetagen und ich kann das Wort nicht mehr sinnvoll als Hashtag verwenden. Oder, tata, ich füge vor dem „n“ ein unsichtbares Leerzeichen ein. Für alle, die jetzt eine Recherche starten wollen, ich spreche vom Unicode Character ‚ZERO WIDTH SPACE‘ (U+200B). Ich mache mal ein konkretes Beispiel. Anstatt die Grammatik zu verbiegen, um mein Hashtag unterzukriegen:

Workshop bei den #Fachpressetage vermittelt #Praxiswissen rund um #Marketing und #PR

schreibe ich:

Workshop bei den #Fachpressetage​n vermittelt #Praxiswissen rund um #Marketing und #PR

Wie nutzen Sie das jetzt?

Nun, das wird ein bisschen tricky. Wenn ich Ihnen nämlich hier ein unsichtbares Leerzeichen zum Kopieren einfüge, sehen Sie es ja gar nicht. Ich packe es jetzt zwischen unsere Firmenbuchstaben:

R​B​S​

Am besten kopieren Sie das R und das B und ersetzten sie durch Ihren Text, also in meinem Fall das R durch Fachpressetage und das B aus der anderen Richtung durch ein n.

Tipp:

Verwenden Sie die unsichtbaren Leerzeichen aber besser nicht in Ihren Pressetexten. Wer weiß, was diese Leerzeichen mit dem Redaktionssystem anstellen. Nicht, dass ein Redakteur Haare raufend nach dem Fehler sucht und dabei auf Sie schimpft …

Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

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