Noras Welt: Beleidigung als Werbe-Instrument

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Ich sitze noch immer schmollend in meiner Büro-Ecke. Eben habe ich meine Mails durchgearbeitet, da stieß ich auf eine mit dem Betreff „Ich habe Ihre Texte gelesen.“ Das freut einen Autor natürlich …

Ich werde neugierig. Also überfliege ich die Mail, obwohl mir klar ist, dass es Werbung ist und eigentlich direkt in den Papierkorb gehört, damit ich mit meinen wichtigen Mails weiter arbeiten kann. Ich lese also quer und entdecke schnell: Da will mir jemand ein Seminar verkaufen, in dem ich richtig Schreiben lerne. Sehr schmeichelhaft, der Absender hat angeblich meine Texte gelesen und will mir jetzt das Schreiben beibringen. Autsch!

Keiner ist perfekt, das sehe sogar ich so. Jeder kann etwas dazu lernen und ich bin immer für Tipps oder neue Anregungen offen. Meine Kompetenz aber derart in Frage zu stellen, halte ich nicht unbedingt für einen erfolgversprechenden Weg.

Kurz bin ich versucht, auf „antworten“ zu klicken. Nicht, um mich anzumelden, sondern um zu sagen: Ich habe Ihre Werbe-Mail gelesen, wollen Sie sich nicht bei mir zu einer Marketing-Schulung anmelden?

Regel Nummer 1:
Beleidigung des potentiellen Kunden – keine gute Idee.
Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

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