Kunden stellen sich vor: Gedanken über Pressearbeit

Dipl.-Physiker Steffen Arnold, Leiter Markt und Produkte bei der Physik Instrumente GmbH (PI) in Karlsruhe

In unserer Reihe „Kunden stellen sich vor“ bieten wir PR-Mitarbeitern eine Plattform zum Austausch an und bitten sie „aus dem Nähkästchen“ zu plaudern. Dieses Mal hat Steffen Arnold, Leiter Markt und Produkte bei der Physik Instrumente GmbH (PI) Gedanken und Anregungen beigetragen.

In den letzten vier Jahrzehnten hat sich Physik Instrumente (PI) mit Stammsitz in Karlsruhe zum führenden Hersteller von Positioniersystemen mit Genauigkeiten im Nanometerbereich entwickelt. Das privat geführte Unternehmen ist mit vier Standorten in Deutschland und zehn ausländischen Vertriebs- und Serviceniederlassungen international vertreten. Über 850 hochqualifizierte Mitarbeiter rund um die Welt versetzen die PI-Gruppe in die Lage, fast jede Anforderung aus dem Bereich innovativer Präzisionspositioniertechnik zu erfüllen. Heute berichtet Steffen Arnold, Leiter Markt und Produkte bei der Physik Instrumente GmbH (PI), von seinen jahrelangen Erfahrungen mit Pressearbeit.

Pressearbeit bedeutet für mich …

… Aufmerksamkeit erzeugen durch die Platzierung relevanter Inhalte bei der Zielgruppe.

Der Redakteur ist für mich …

… Zusammen mit dem Mediengestalter die „Schnittstelle“ zwischen Inhalt und Touchpoint.

Mein PR-Tipp für PR-Neulinge:

You can’t get what you want, till you know what you want (Joe Jackson, Body and Soul 1984).

Pressearbeit darf nicht …

… an der Zielsetzung vorbeigehen, sonst ist sie wirkungslos.

Was ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung erfolgreicher Pressearbeit?

Zunächst die Definition von „erfolgreicher“ Pressearbeit. Ich muss mir darüber klar sein, welche Erwartungen ich mit den Maßnahmen verknüpfe und welche Ziele ich dadurch erreichen möchte. Wie strukturiere ich meine Information und mit welchen Mitteln und über welche Kanäle biete ich sich an? Was sind für mich messbare Ergebnisse und welche Folgerungen ziehe ich daraus?

Stichwort: Online-PR und Social Media. Wie nutzen Sie momentan das Web 2.0 für Ihre Pressearbeit?

Online-Medien, -Portale und Soziale Netzwerke sind nicht nur zusätzliche Kanäle, um Inhalt zu transportieren, sondern sie bauen aufeinander auf. Wir versuchen, die Information so zu strukturieren und dem jeweiligen Kommunikationskanal entsprechend anzubieten, dass der Nutzer zu jeder Zeit die für ihn relevanten Inhalte bekommt und letztlich auf verschiedensten Wegen Kontakt zum Unternehmen aufnimmt.

Gibt es eine amüsante Anekdote, ein kurioses Erlebnis aus Ihrem Alltag als PR-Mitarbeiter, die Sie mit unseren Lesern teilen möchten?

Weder kurios noch amüsant: Meine erste crossmediale Kampagne zur Lead-Erzeugung im Jahre 2009 in Kooperation mit einem Medienpartner lief ganz hervorragend: Die Kampagne zu einer neuen Technologie hatte durchs Anbieten Log-in-pflichtiger Informationen Hunderte von Leads erzeugt, ich war stolz wie Bolle. Die Nachfrage beim Vertrieb einige Zeit nach Abschluss der Kampagne hat dann aber leider gezeigt, dass der Vertrieb die Leads als „kalt“ eingestuft und nicht weiter verfolgt hat. Insoweit lehrreich, dass das Ziel einer Lead-Kampagne besser untersetzt sein muss, der Prozess mehrstufig gestaltet werden sollte und Kampagnen keinem Selbstzweck folgen.

Ellen-Christine Reiff

Ellen-Christine Reiff

Hat deutsche Philologie studiert und war danach bei Theater und Fernsehen tätig. Seit 1986 arbeitet sie als freie Technik-Journalistin mit Schwerpunkt Optoelektronik, elektrische Antriebstechnik, Elektronik und Messtechnik.

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