Kreativität planen

Als Autor kann man einfach die Fakten aufschreiben. Aber wer will das dann lesen? Es braucht also mehr als reine Sachlichkeit, um Inhalte optimal zu vermitteln. Auch beim Versand von Texten an Redakteure ist Kreativität Trumpf.

Wenn unsere Autoren einen Text fertiggestellt haben ist der nächste Schritt, ihn Redakteuren passender Redaktionen anzubieten. Für das Anschreiben gilt im Grunde das gleiche wie für den Text selbst: er muss den Leser abholen. Nur ist in diesem Fall der Leser eben der Redakteur, der einen vollen Posteingang hat und daher bei jeder E-Mail in kürzester Zeit entscheidet, ob das Thema für ihn relevant ist. Ich könnte mich dabei auf das Thema des Textes fokussieren und darlegen, warum das wichtig ist. Alleine reicht das aber in den meisten Fällen nicht, denn das wäre die reine, langweilige Sachlichkeit, die außer bei weltbewegenden Themen nur die wenigsten vom Hocker reißt. Also lieber das andere Extrem? Völlig am Thema vorbeischreiben? Das wäre auch nicht das Wahre, denn selbst wenn ich damit das Interesse des Redakteurs wecke, wird er umso verärgerter sein, wenn der Text die geweckten Erwartungen nicht erfüllt. Wer jemals im Internet auf Clickbait hereingefallen ist, kennt das.

Kreative Verknüpfungen

Ich gehe daher meist einen Mittelweg: Um den Redakteur „abzuholen“ suche ich nach einer kreativen Idee, die ich mit dem Textthema verknüpfe. Aber wie findet man nun den passenden Ansatz? Neue kreative Ideen sind in der Regel auch alles andere als ausgereift, ausgereifte Ideen aber schon hundertmal erzählt und langweilig. Ich empfehle daher ein zweistufiges Vorgehen: die neuen Ideen nicht direkt verwenden, aber festhalten und im Laufe der Zeit ergänzen und verfeinern. Wenn dann Kreativität gefragt ist, hat man einen Fundus an relativ ausgereiften eigenen Ideen, auf den man zurückgreifen kann. Und genauso gehe ich meistens vor: ich lese mir den Beitrag schon während der Entstehung durch, also noch lange vor dem Versanddatum und mache mir Notizen, worum es geht und was mir dazu einfällt. Dann lasse ich meinem bewussten und unterbewussten Denken einige Tage Zeit, bevor ich schließlich den Brief schreibe. Das fehlende Puzzle-Stück springt mich dann oft ganz unverhofft an, z.B. beim Abendessen; denn Kreativität braucht Zeit und ein entspanntes Gehirn.

Titelbild: © Coloures-Pic – Fotolia.com

Marco Antoni

Marco Antoni

Hat nach dem Studium der Physik als Entwickler gearbeitet und ist seit 2015 für das rbs tätig. Im Internet finden Sie ihn auch bei Xing und Twitter.

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