Fachzeitschriften – wer liest das noch?

Curious woman relaxing with cup of coffee and magazine

Wenn heute jemand Information sucht, dann recherchiert er normalerweise im Internet. Wichtig für Firmen ist also, eine gute Internetseite zu haben und bei den Suchergebnissen ganz oben zu landen. Manche schließen daraus: „Pressearbeit oder gar Anzeigen können wir uns also sparen.“ Diese Meinung beruht jedoch auf einem Missverständnis.

Ein Beispiel: Wenn ich weiß, dass ich zwei Teile zusammenschrauben will, kann ich gut im Internet nach den geeigneten Schrauben suchen. Ich werde dabei aber kaum auf die vielleicht bessere Lösung stoßen, die beiden Teile schon verbunden als 3-D-Druck anzufertigen. Wenn ich also gradlinig meinen vorbedachten Lösungsweg verfolgen will, ist Internetrecherche der richtige Ansatz. Lasse ich aber auch Querdenken zu, komme ich kaum um die Lektüre von Fachzeitschriften herum. Dort werden mir neue Ideen gezeigt. Beide Kanäle ergänzen sich also.

Es ist darum nicht überraschend, dass Fachmedien bei Entscheidern hoch im Kurs stehen; wie erstaunlich hoch, das zeigt beispielsweise die B2B-Entscheideranalyse 2014/15 (http://www.deutsche-fachpresse.de/entscheideranalyse0/) der Czaia Marktforschung. Daraus wollen wir hier einige Ergebnisse zitieren:

  • Von den 7,6 Millionen professionellen Entscheidern in Deutschland nutzen 94 % Fachmedien. Besonders intensive Nutzer darunter sind jüngere Entscheider unter 40 Jahren. Im Schnitt investieren professionelle Entscheider einen kompletten Arbeitstag pro Monat in die Lektüre von Fachzeitschriften.
  • So werden vor allem die Top-Entscheider […] dazu aktiviert mit dem Anbieter persönlich Kontakt aufzunehmen (81 %).
  • 72 % der B2B-Entscheider sehen Fachmedien als wichtigste Informationsquelle über Produkte und Anbieter im Kaufprozess.
  • 83 % empfinden Werbung in Fachmedien als nützlich.
    Die große Mehrheit stimmt zudem zu, dass Firmen, die in Fachmedien werben zeigen, dass sie ein wichtiger Anbieter am Markt sind.

Bild: © gpointstudio – Fotolia

Dietrich Homburg

Dietrich Homburg

Hat Nachrichtentechnik studiert und war danach als Entwickler, Dozent für Elektronik und verantwortlicher Redakteur einer Fachzeitschrift tätig. Seit 1980 arbeitet er als freier Technikjournalist und Presseberater.

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