Den Wettbewerb im Auge: Wer wirbt wann, wo und wofür?

Heike Baronello,  Projektmanagement Werbemärkte Vertriebsunion Meynen

Heike Baronello, Projektmanagement Werbemärkte Vertriebsunion Meynen

Was macht die Konkurrenz? Wie intensiv wirbt sie in der Fachpresse – mit welchen Motiven und mit welchen Slogans? Dies zu wissen ist für das Marketing wichtig. Doch woher bekommt man solche Infos? Sie selbst zu ermitteln ist außerordentlich aufwändig. Hilfe bietet hier die Vertriebsunion Meynen. „Tipps für die Pressearbeit“ sprachen mit Heike Baronello vom Projektmanagement Werbemärkte.

Die Vertriebsunion Meynen versteht sich als verlängerter Arm der Verlage. Unsere Leser kommen aber hauptsächlich aus Unternehmen der industriellen Automatisierung und sind dort im Marketing oder der Pressearbeit tätig. Was haben Sie ihnen zu bieten?

Wir stellen Unternehmen aus der freien Wirtschaft aussagekräftige Werbemarktdaten aus ihrem individuellen Wettbewerbsumfeld zur Verfügung. Als unabhängiger Dienstleister besitzen wir langjährige Erfahrung in der Analyse von Fachwerbemärkten und wenden unterschiedliche Betrachtungsweisen an.

Zum einen blicken wir durch die Verlagsbrille, um Fachverlage mit detaillierten Informationen zu einem breiten Spektrum an Fachtiteln zu versorgen. Zum anderen bewerten wir auch aus der Sicht von Industriebetrieben und ermitteln kontinuierlich aktuelle Daten zu den Werbeaktivitäten von über 70.000 Unternehmen. Wir verfügen über historische Werbedaten und registrieren neu in einem Markt auftretende Betriebe umgehend nach Erfassung einer Werbeschaltung.

Welchen Nutzen können unsere Leser aus Ihren Daten ziehen?

Industriekunden behalten mit unseren Auswertungen die Werbeaktivitäten ihrer Mitbewerber im Blick. Das ist nicht nur für die Planung von Werbebudgets interessant, sondern es trägt auch intensiv zu einer optimalen Steuerung von Marketing-Aktivitäten bei. Unsere Analysen können Unternehmen bei der gezielten Platzierung ihrer Werbeschaltungen unterstützen.

Können Sie kurz die Produkte beschreiben, die für diese Zielgruppe interessant sind?

Unser Produkt „Werbestatus“ ist optimal auf Industriekunden zugeschnitten, denn es beantwortet die Frage: Wer schaltet wann, wo und wofür? Marketingleiter oder PR-Verantwortliche sind damit über das Werbeverhalten und Messeaktivitäten ihrer Wettbewerber im Bilde. Mit unseren Analysen bieten wir Industrieunternehmen ein ideales Instrument zur Optimierung ihrer Werbeplanung.

Welche Daten stellen Sie zur Verfügung?

Eine Werbestatus-Analyse umfasst drei verschiedene Reports: Inserenten-Übersicht, Detail-Bericht und Titel-Übersicht.

  1. Die Inserenten-Übersicht enthält detaillierte Angaben zum Werbeaufwand und zur Anzahl geschalteter Anzeigenseiten pro Wettbewerber. Auch wird die Anzahl an Schaltungen sowie die Zahl der belegten Titel hier dargestellt.
  2. Der Detail-Bericht liefert konkrete Informationen wie z.B. Platzierung einer Anzeige, Farbigkeit, Größe, Bruttopreis, Produktgruppe und Werbeslogan.
  3. Die Titel-Übersicht gibt einen schnellen Überblick über die belegten Titel und stellt eine Zusammenfassung der Werbeschaltungen aller Mitbewerber pro Titel dar.

Die Auswertungen können als einmalige Statistik oder als monatlich aktualisierte Reports bezogen werden. Es werden immer zwei vom Kunden wählbare Auswertungszeiträume miteinander verglichen. Auch die Auswahl der Wettbewerber bleibt individuell dem Kunden überlassen. Somit kann auf Veränderungen im Wettbewerbsumfeld zeitnah reagiert werden.

In welcher Form bekommt Ihr Kunde diese Daten?

Wir stellen unsere Werbestatus-Auswertungen als PDF und im Excel-Format zur Verfügung.

Sie beobachten den Anzeigenmarkt in Fach- und Special-Interest-Zeitschriften. Wie viele Objekte sind das zur Zeit?

Wir schöpfen unsere Daten aus einem Pool von ca. 350 marktbedeutenden Fachzeitschriften. Unser Portfolio wird ständig dem aktuellen Bedarf der Fachwerbebranche angepasst, sodass unsere Werbedatenbank jederzeit das im Fokus stehende Marktbild widerspiegelt.

Bei so vielen Titeln ist es für Anwender schwierig, eine Auswahl zu treffen. Können Sie ein paar Worte zu den von Ihnen vordefinierten Werbemarktsegmenten sagen?

Unser Titelportfolio ist zurzeit auf 47 Fachsegmente aufgeteilt. Damit haben wir eine Gliederung geschaffen, die es unseren Kunden ermöglicht, die von uns ausgewerteten Objekte den verschiedenen Fachsektoren zuzuordnen. Gleichzeitig können wir auf Basis dieser Segmente Aussagen zur Werbemarktentwicklung einzelner Branchen treffen. Unseren Fachwerbesegmente bedienen viele wichtige Bereiche wie Industrie, Gewerbe, Energieversorgung, Chemie, Konstruktion, Elektronik, Gebäudetechnik, Automation, Kunststoff-Technologie u.v.m. Eine komplette Übersicht über unsere Werbeträgersegmente gibt es auf www.mediaskop.net.

Bei Ihren Produkten finde ich „Top-Listen“. Was ist das?

Top-Inserenten-Listen zeigen in Form einer absteigenden Rangreihe die Positionierung der Inserenten nach dem Brutto-Umsatz oder Seiten-Volumen. Dabei sind das Wettbewerbsumfeld und der zu betrachtende Zeitraum frei wählbar. Eine Top100-Liste zeigt also die 100 Firmen mit dem größten Anzeigenumsatz in diesem Umfeld.

Sie beobachten nicht nur den Zeitschriftenmarkt, sondern auch wichtige Messen. Welche Daten können Sie hier zur Verfügung stellen?

Als Datenbasis dient hier ein wachsendes Portfolio von Fachmessen. Wir stellen regelmäßig die Ausstellerdaten von ca. 60 bedeutenden Fachmessen zur Verfügung. Unsere Kunden können auf aktuelle Kontaktdaten sowie Hallen- und Stand-Nummer der Aussteller zugreifen.

Zum Schluss noch ein Wort zu den Kosten. Was kostet z.B. eine Top100-Liste und was eine Werbestatus-Auswertung?

Eine Top-100-Inserentenliste kann über ein frei wählbares Titel-Portfolio oder aber auch über einzelne Zeitschriftentitel gebucht werden. Sie kostet 175,- Euro. Die monatliche Werbestatus-Auswertung von bis zu 10 Wettbewerbern liegt bei nicht einmal 50,- Euro pro Monat.

Ich danke Ihnen, Frau Baronello.

Dietrich Homburg

Dietrich Homburg

Hat Nachrichtentechnik studiert und war danach als Entwickler, Dozent für Elektronik und verantwortlicher Redakteur einer Fachzeitschrift tätig. Seit 1980 arbeitet er als freier Technikjournalist und Presseberater.

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