Antizyklisch die Nase vorn

Immer wieder hören wir: „Aus aktuellem Anlass haben wir beschlossen, alle Ausgaben fürs Marketing einzufrieren.“ Das ist einerseits nachvollziehbar. Andererseits: Wer eine Krisenkasse angelegt hat, kann jetzt antizyklisch handeln und profitiert doppelt.

Die Öffentlichkeitsarbeit von heute ist der Umsatz von morgen
In Krisen versuchen Unternehmen in der Regel zuerst die Arbeitsplätze der eigenen Mitarbeiter zu sichern. Und das ist vernünftig. Vor Ausgabenstopps intern stehen also die nach außen. Wenn aber die Marketingmaßnahmen vor allem von Externen umgesetzt werden, hat das auch eine Schattenseite. Nicht nur für den externen Dienstleister, sondern vor allem für das Unternehmen, seine Auftragsbücher und somit langfristig auch für seine Arbeitsplätze. Denn die Öffentlichkeitsarbeit von heute ist der Umsatz von morgen.

Treue lohnt sich

Wenn also viele auf Marketingaktivitäten verzichten müssen, profitiert der, der noch welche macht. Denn nehmen die Anzeigen z.B. in Fachzeitschriften insgesamt ab, fällt jede geschaltete Anzeige umso mehr auf. Beim Leser einerseits und den wollen Sie ja erreichen. Andererseits aber auch beim Redakteur. Denn auch der kommt in der Krisenzeit in Not. Da sich die wenigsten Fachzeitschriften im deutschsprachigen Raum vom Abonnement finanzieren überleben sie nur, wenn ausreichend Anzeigen geschaltet werden. Redakteure haben ein gutes Gedächtnis. Sind Sie einer derer, die in der Krise mit Ihrer Anzeige treu bleiben, wird sich der Redakteur auch nach der Krise daran erinnern. Einen Redakteur zu bestechen, ist nicht die feine englische Art. Sich aber durch kooperative Zusammenarbeit in Erinnerung zu bringen, ist schlicht ein unternehmerisch cleverer Schachzug.

Außerdem: Mit dem Wegfall von Messen werden geplante Budgets wieder frei. Gleichzeitig müssen andere Möglichkeiten gefunden werden, um mit potentiellen Kunden in Kontakt zu bleiben. Fachzeitschriften und deren Onlineplattformen sind hier eine hervorragende Möglichkeit.

Titelbild:@thiagorsphoto – de.freepik.com

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch "Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse" zusammengefasst.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.