Kunden stellen sich vor: Ein PR-Praxisbericht

Klug ist, wer nicht alle Fehler selbst macht, sondern aus den Erfahrungen anderer lernt. Deshalb bieten wir in unserer Reihe „Kunden stellen sich vor“, PR-Mitarbeitern eine Plattform zum Austausch an. Heute berichtet Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer für Marketing & Vertrieb bei der Indu-Sol GmbH, von seinen jahrelangen Erfahrungen mit Pressearbeit.

Indu-Sol ist ein Technologieunternehmen und Spezialist für industrielle Datenkommunikation in allen Bereichen der Feldbustechnik und dem Industrial Ethernet. Um eine dauerhafte störungsfreie Funktion von Maschinen und Anlagen zu gewährleisten, hat das Unternehmen eine komplette Systemlösung zur Permanenten Netzwerküberwachung (PNÜ) entwickelt. Darüber hinaus werden Mess- und Diagnosetools sowie Software für die Inbetriebnahme, Fehlersuche und Diagnose in industriellen Kommunikationsbussystemen entwickelt und zusammen mit einem umfangreichen Sortiment von Infrastrukturkomponenten vertrieben.

Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer für Marketing & Vertrieb bei der Indu-Sol GmbH, berichtet heute von seinen jahrelangen Erfahrungen mit Pressearbeit.

Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer für Marketing & Vertrieb bei der Indu-Sol GmbH,

Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer für Marketing & Vertrieb bei der Indu-Sol GmbH

Pressearbeit bedeutet für mich …

… potentielle Kundenbeziehungen aufzubauen und zu pflegen. Sie eröffnet uns die Möglichkeit unsere Kompetenz und das Angebot des Unternehmens Indu-Sol „in die Welt hinauszutragen“ und viele Interessenten gleichzeitig zu erreichen. Durch Pressearbeit können wir Neues forcieren, Trends setzen und zur Diskussion anregen. Es ergibt sich hier die Chance, konstruktiv auf Anwenderproblematiken hinzuweisen und gleichzeitig eine Lösung anzubieten. Pressearbeit ist darüber hinaus ein nicht zu vernachlässigendes Medium zur Imagepflege.

Der Redakteur ist für mich …

Der Redakteur ist der erste Kritiker, den es gilt von einer Idee zu überzeugen.
… ein Ansprechpartner auf Augenhöhe und die Kontaktperson für redaktionelle Fragen. Er ist der erste Kritiker, den es gilt von einer Idee, einem Produkt, oder auch einer Lösung zu überzeugen, damit eine Veröffentlichung interessant erscheint. Er ist ein Türöffner zu wichtigen Fachzeitschriften, aber auch eine Hürde, die es zu überwinden gilt. Er fokussiert Themen und setzt somit indirekt Schwerpunkte für die Pressearbeit.

Mein PR-Tipp für PR-Neulinge:

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Fachpresse und verzweifeln Sie nicht an deren Vielfältigkeit. Sehen Sie regelmäßig Fachmagazine und auch die eigenen Unterlagen durch.

Wenn Sie es technisch nicht verständlich erklären können, versuchen Sie Gleichnisse heranzuziehen.
Ein interessanter Beitrag beginnt mit einer interessanten Überschrift und folgt mit gutem Bildmaterial. Denn durch die prägnante Überschrift und das interessante Bild muss ein Reiz ausgeübt werden, welcher zum Weiterlesen animiert. Wenn Sie es technisch nicht verständlich erklären können, versuchen Sie Gleichnisse aus dem allgemeinen Leben heranzuziehen. Technisch hochkomplizierte Dinge müssen in Zukunft von Menschen mit gutem Allgemeinverständnis geplant, betrieben und auch gewartet werden. Diese gilt es, in unserer Pressearbeit zu erreichen und zu begeistern.

Pressearbeit darf nicht …

… zu einer Einbahnstraße werden. Pressearbeit sollte ein Geben und Nehmen zwischen Redakteuren und den PR-Verantwortlichen von Firmen, Einrichtungen etc. sein. Pressearbeit sollte nicht nur Information sein, sondern auch zur Diskussion anregen. Kommentare und kritische Bemerkungen sind das sogenannte Salz in der Suppe.

Zum Abschluss noch zwei Fragen an Sie, Herr Richter:

Was ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung erfolgreicher Pressearbeit?

Zu wissen, was die Fachwelt zurzeit beschäftigt, ist Gold wert.
Die größte Herausforderung erfolgreicher Pressearbeit ist es, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Das Wecken von Interessen und letztlich von Bedürfnissen ist für uns die größte Herausforderung. Natürlich gehören dazu zeitgemäße Themen und es geht darum, diese in einfacher und verständlicher Form wiederzugeben. Zu wissen, was die Fachwelt zurzeit beschäftigt, ist Gold wert. All dies muss mit den eigenen Interessen in Einklang gebracht werden, um so ein optimales Ergebnis für die Pressearbeit zu erzielen. Nicht zuletzt zählen der Imageaufbau in der Welt der Fachpresse, die persönlichen Kontakte zu den Redakteuren und die eigene Überzeugungskraft gleichfalls zu den Herausforderungen.

Stichwort: Online-PR und Social Media. Wie nutzen Sie momentan das Web 2.0 für Ihre Pressearbeit?

Unsere Website wurde vor kurzem relaunched. Es wurde eine Wissensdatenbank eingebunden, die auf Anfragen von Kunden eingeht und diese online beantwortet. Des Weiteren werden wir auch unsere Aktivitäten im Onlinebereich verstärken. Im Social Media-Bereich sind wir schon seit einer Weile bei Xing und YouTube aktiv, üben uns aber generell noch in Zurückhaltung und beobachten die Entwicklungen. In diesem Medium sind permanente Kommunikation sowie Reaktion und Aktualität gefragt. Leider sind die „Steuermöglichkeiten“ begrenzt.

Für technische Themen sehe ich im Moment noch eine nur kleine Zielgruppe – was sich aber ändern kann.

Grundsätzlich sehen wir Zukunft in der Online-PR und glauben, dass die Printmedien durch den Einsatz neuer Medien bei gewissen Zielgruppen an Bedeutung verloren haben und weiter verlieren werden.

Teilen Sie diesen Beitrag:
Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch “Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse” zusammengefasst.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.