Druckfähige Bilder, was sonst?

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So nicht! Werden Grafiken zu sehr verkleinert, sind sie meist nicht mehr lesbar (Quelle: rbs)

Wenn Redaktionen zu Pressetexten Bilder anfordern, sprechen sie oft von „druckfähigen Bildern“. Was genau bedeutet aber druckfähig?

Ob ein Bild “druckfähig” ist, hängt letzen Endes von seiner Funktion ab
Nach unserem Verständnis bezieht sich das Wort „druckfähig“ letztlich auf die absolute Größe (Pixelanzahl) eines Bildes. Die allerdings ist abhängig von der Funktion des Bildes. Je nach Layout eines Heftes erscheinen Pressemeldungen oft 2-, 3- oder 4-spaltig und ein Bild wird für gewöhnlich über eine Spaltenbreite (ca. 4 bis 9 cm breit) gedruckt. Bei einer Druckauflösung von 300 dpi (dots per inch) kann also bei 4 cm (oder 1,57 inch) Spaltenbreite schon ein Bild für eine Pressemeldung mit 471 auf 620 Pixel ein druckfähiges Bild sein. Soll ein Bild für einen Fachartikel dagegen über die komplette Seitenbreite oder gar auf die gesamte Titelseite (ca. 20 auf 30 cm) gedruckt werden, sollte es schon 2361 x 3540 Pixel groß sein. Beides sind „druckfähige“ Bilder, erfüllen aber jeweils einen anderen Zweck.

Druckfähige Bildinhalte

Auch der Bildinhalt entscheidet darüber, ob ein Bild “druckfähig” ist
Aus technischer Sicht ist also im Wesentlichen die Anzahl der Pixel entscheidend dafür, ob ein Bild druckfähig ist oder nicht. Aus Sicht des Bildinhalts spielen weitere Aspekte eine wichtige Rolle. Natürlich sollte auf einem Foto das eigentliche Produkt scharf abgebildet sein. Auch der Bildaufbau ist nicht zu vernachlässigen. Wird das Auge automatisch zum wichtigen Motiv gelenkt oder lenken andere Objekte im Umfeld zu sehr von der eigentlichen Information ab? Auch die Motivwahl ist wichtig. Natürlich lassen sich auch langweilige Bilder drucken. Interessante Bilder, die aus der Masse hervorstechen, rücken Ihren Text aber ganz anders in die Aufmerksamkeit der Leser. Gerade bei Gestaltung von Grafiken sollte man die tatsächliche Veröffentlichungsgröße bedenken. Erscheint das Bild im mehrspaltigen Layout auf ca. 4 x 6 cm, werden Beschriftungen und Linien oft zur Unkenntlichkeit verkleinert. Die meisten Bilder erscheinen in Zeitschriften im Querformat. Auch das sollte bei der Aufnahme bedacht werden.

Tipp:

Drucken Sie zur Beurteilung das Bild einfach mal im Zielformat aus und prüfen, ob alle Bildinhalte gut zu erkennen sind. Der Daumenwert lautet, dass Bilder zu Pressemeldungen verhältnismäßig klein (zwischen 4 und 9 cm Breite) und zu Fachartikeln deutlich größer (zwischen 9 und 21 cm Breite) gedruckt werden.

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Nora Crocoll

Nora Crocoll

Hat Technische Redaktion studiert und arbeitet seit 2005 als freie Technik-Journalistin für das rbs. Ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der Pressearbeit für die Automatisierungsbranche hat sie im Praxisbuch “Wirkungsvolle Produkt-PR: Einblicke in die Welt der Fachpresse” zusammengefasst.

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